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Aktuelle Strategie für eine Baufinanzierung
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Viele Bauherren überlegen derzeit eine richtige Strategie für die Baufinanzierung.

In den letzten Wochen sind die Kapitalmarktzinsen leicht angestiegen. Dies betrifft vor allem die Laufzeiten ab einem Jahr. Auf der anderen Seite ist der Geldmarkt mit den Laufzeiten unter einem Jahr förmlich in den Keller gerauscht. Der 3-Monats Euribor liegt zwischenzeitlich unter einem Prozent. Die Konditionen für variable Darlehen haben sich deutlich verbilligt. Noch vor einem Jahr lagen die Zinsen für einen variablen Immobilienkredit deutlich über 5,00%. Zwischenzeitlich sind hier Konditionen zwischen 2,5% und 3,00% anzutreffen. Die Zinssenkungen am Geldmarkt wurden im Darlehensbereich natürlich nicht im vollen Umfang an die Verbraucher weitergegeben. Trotzdem sind die Konditionen sehr günstig.

Kann eine Immobilienfinanzierung auf variable Konditionen aufgebaut werden? Diese Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden. Fakt ist, dass diese niedrigen Zinsen künstlich seitens der EZB erzeugt wurden. Die EZB hat mit günstigen Refinanzierungen den Markt mit Liquidität überflutet. Bereits jetzt wird aber bei der EZB über eine „Ausstiegsstrategie“ nachgedacht. Die meisten Analytiker gehen davon aus, dass zuerst die Liquidität dem Markt entzogen wird und erst dann die Zinsen wieder sukzessive angehoben werden. Diese Entwicklung kann zwischen ein bis zwei Jahren dauern.

Auf Basis dieser Prognose kann davon ausgegangen werden, dass die variablen Zinsen mittelfristig relativ günstig bleiben und nicht angehoben werden. Für die künftige Hypothek kommt es daher in Frage einen Teil variabel zu finanzieren. Es muss aber klar gesagt werden, dass es hier ein Zinsänderungsrisiko besteht. Bei steigenden Zinsen am Geldmarkt werden Kreditinstitute die variablen Konditionen relativ schnell nach oben anpassen. Es sollte daher maximal nur ein Anteil von 30% der Gesamtfinanzierung variabel finanziert werden. Wer einen größeren Anteil an seine Hausfinanzierung variabel finanzieren möchte, sollte eventuell einen Cap abschließen. Dies wäre eine Zinsoberschranke für ein variables Darlehen. Damit wäre das Risiko der steigenden Zinsen weitgehend abgeschirmt. Allerdings wäre eine solche Strategie auch mit einem höheren Kostenaufwand verbunden. Per Saldo wäre dies aber immer noch ein günstiges Baugeld.
Quelle: kreditaktuell.com
 

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