Baufinanzierung
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| Mietkauf – eine lukrative Alternative zur Baufinanzierung? |
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Das bereits in den 70er Jahren entwickelte und vertriebene Modell des Mietkaufs als Alternative zur Baufinanzierung erlebt eine neue Renaissance. Einige Finanzberater, Immobilienvermittler und Genossenschaften haben das Modell wieder aufpoliert und bieten es aktuell mit Werbeslogan wie „ eine neue Generation des Immobilienvertriebes“ an. Aber was verbirgt sich genau hinter dem Modell des Mietkaufes? Beim Mietkauf wird ein Vertrag zwischen dem Verkäufer und dem Käufer abgeschlossen. Grundsätzlich wird hier die Höhe der Miete geregelt und Details über die zu vermietende Immobilie. Zusätzlich wird per Vertrag dem Kunden das Recht zum Erwerb der Immobilie übertrage, wobei ein Teil der gezahlten Miete auf den Kaufpreis angerechnet wird. Das Mietkauf-Modell beruht trotz unterschiedlicher Varianten in der Vertragsgestaltung auf dem Prinzip „Heute Wohnen – später Zahlen“. Der eigentliche Immobilienerwerb findet hier erst in 10 bis 30 Jahren statt unter Anrechnung der über die Miete aufgebauten Eigenleistungen. Diese Eigenleistungen sind aber nur ein kleiner Teil der gezahlten Miete.
Der Vorteil für den Kunden wird mit Werbung wie „Schuldenfrei ins Eigenheim ohne Schufa“ oder „Schnell und sicher in die eigene Immobilie ohne Baufinanzierung“ offensiv dargestellt. Zielgruppen sind Selbständige, junge Familien ohne Eigenkapital und alle die von der Bank keinen Kredit bekommen. Doch diese nur offensichtlichen Vorteile werden teuer bezahlt. Die zum Mietkauf angebotenen Immobilien sind häufig Ladenhüter oder völlig überteuert. Von der gezahlten Miete wird nur ein kleiner Teil zum Aufbau des Eigenkapitals verwendet. Häufig kommt auch noch eine völlig überteuerte Miete dazu, welcher in der Höhe für das Objekt nicht gerechtfertigt ist.
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